Ausbruch 2014 – Elgosid Holuhraun

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Heute ergab sich die Möglichkeit, um zum Ausbruchsgebiet Bàrðarbunga-Gebiet zu fliegen. Das Wetter im Zielgebiet war mit dichten Wolken und Regenschauer am späten Morgen gemeldet. Eine Auflockerung  sollte teilweise erst am Nachmittag erfolgen.

Der Anflug erfolgte über eine geschlossene Wolkendecke von Süden her.  Beim Erreichen des großen Gletschers Vatnajökulls riss die Wolkendecke auf gab einen phantastischen Blick auf den See Làngisjor und Vatnajökulls frei. Der Flug führte an ehemalige Vulkanausbrüche, wie Pàllsfjall und Grimsvötn vorbei. An der Nordkante des Gletschers Vatnajökulls verschlechterte sich jedoch das Wetter wieder.

Die Eruptionszone war durch die glutroten Lavaausbrüche und der starken Rauchentwicklung gut zu erkennen. Aufgrund der schlechten Sicht bedingt durch die  Rauchentwicklung und den Regen war ein weiteres Flugzeug schlecht erkennbar. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wurde über Funkkontakt die Informationen über jeweilige Flugrouten, – positionen, sowie Flughöhe ausgetauscht.

 

Der Anblick der Lavaeruptionen und des angrenzenden Lavaflusses war überwältigend. Das Wetter und einsetzender Regen dramatisierte die Szene zusätzlich. Mit geöffnetem Fenster näherten wir uns der Eruptionszone. Schwefelgeruch und Hitze füllten das Cockpit.

Beim Flug über die abfließende Lava wurde das Flugzeug von starken Turbolenzen erfasst. Später, bei weiteren Anflügen waren immer wieder kleine Tornados zu erkennen.

Die Eruption findet an mehreren Stellen einer  Erdspalte  gleichzeitig  statt, die Lava fließt in zwei Richtungen – westlich und nordöstlich. An der Stelle der  größten Lavaeruption schießt die Lava bis zu geschätzten 80-100 m hoch.

 

 

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